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Mobilität für alle mit mehr Leben füllen!
Unter dem Motto „Mobilität für alle – Alltag ohne Hürden!“ – stand eine öffentliche Veranstaltung des Vereins „Pro Inklusion“ in der „Tangobrücke“ Einbeck, an der Gerd Aschoff für den Fahrgastverband PRO BAHN Südniedersachsen auf dem Podium teilnehmen konnte.
Er betonte, dass es „den einen Fahrgast“ im ÖPNV nicht gebe. Mobilitätsbedürfnisse seien höchst individuell – ob Berufspendler oder Freizeitnutzer. Er wies zudem darauf hin, dass es Übung brauche, um mit Ausfällen, Verspätungen oder fehlenden Fahrgastinformationen im Nahverkehr umgehen zu können. Fahrgäste mit oder ohne Beeinträchtigungen befinden sich deshalb häufig in einer ähnlichen Situation.
Schon bei der Vorstellungsrunde zeigte sich, wie unterschiedlich die Mobilitätsbedürfnisse sein können. Für den freien Kulturschaffenden Martin Keil bedeutet Mobilität, den Alltag ohne eigenes Auto, dafür aber mit dem Fahrrad oder einem Lastenrad bestreiten zu können. Nicole Romanus von der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) berichtete, wie wichtig ihr Handbike für ihre persönliche Freiheit sei – und sprach sich für mehr aktive Angebote auch für andere Mobilitätshilfen wie Zugmaschinen für Rollstühle aus. Der Zugang zu diesen Möglichkeiten könne entscheidend dazu beitragen, mehr Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ein flexibleres Leben zu ermöglichen. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass sie im Alltag auf ein speziell angepasstes Auto angewiesen ist – der öffentliche Nahverkehr allein reiche häufig nicht aus.
Wie schwierig das insbesondere für Menschen mit sprachlichen Einschränkungen sein kann, erklärte Susanne Grebe-Deppe vom Assistenzportal Landkreis Northeim. Sie sieht in Assistenzleistungen, die über die Eingliederungshilfe beantragt werden können, eine wichtige Unterstützung, um Mobilität sicherzustellen – insbesondere durch persönliche Begleitung.
Alexander Kloss, Kommunalpolitiker aus Einbeck, verwies auf innovative Ansätze in der Region – etwa das Barrierekataster für öffentliche Räume in Einbeck. Gleichzeitig wurde in der Diskussion deutlich, dass die Frage nach den Kosten zur Herstellung von Barrierefreiheit unterschiedlich bewertet wird und Gesprächsbedarf besteht.
Mobilität für alle ist ein zentrales Thema für Inklusion – und es gibt noch viele Barrieren, die oft nicht auf den ersten Blick erkennbar sind. Sensibilisierung, Verständnis und Akzeptanz sind deshalb genauso wichtig wie bauliche Maßnahmen. Pro Inklusion e.V. will sich mit Herz und Engagement dafür einsetzen, dass Inklusion und Teilhabe selbstverständlich werden und alle Menschen im Landkreis Northeim mobil und selbstbestimmt am Leben teilhaben können.
Pro Inklusion e.V. ist als gemeinnützig anerkannt. Spenden und Mitgliedsbeiträge sind steuerlich absetzbar. Nähere Informationen über die Arbeit des Vereins und die Projekte stehen im Internet unter proinklusion-northeim.de. Telefonisch ist die Geschäftsstelle unter 05551-9103995 erreichbar.
Bild zur Meldung: Grafik der Friedrich-Ebert-Stiftung FES












