Zum Fahrplanwechsel am kommenden Sonntag

09. 12. 2019

Der große Fahrplanwechsel im Bahnverkehr am 15. Dezember 2019 bringt für die Region Südniedersachsen wenig spürbare Verbesserungen. Wichtigste Änderung für die Fahrgäste ist die Rückkehr der schnellen ICE-Züge nach sechsmonatigen Bauarbeiten auf die Schnellfahrstrecke nach Hannover. Damit machen die ICE nach Hannover, Berlin und Stuttgart wieder die Leinetalstrecke für die regionalen Direktverbindungen nach Einbeck, Bad Harzburg und Nordhausen frei, teilte der Fahrgastverband PRO BAHN mit.

Die Kreisstadt Northeim erhält nach den Bauarbeiten den gut angenommenen 20-Minuten-Takt von und nach Göttingen in der Hauptverkehrszeit zurück. Dieser Takt beginnt im neuen Fahrplan nun schon um 5:08 Uhr (Göttingen an 5:24 Uhr).

Für die Verbindung von und nach Einbeck-Mitte hatte sich PRO BAHN mehr umsteigefreie Züge gewünscht. Leider ist daraus ebenso wenig etwas geworden wie mit der Verlängerung zum PS-Speicher. Erfreut zeigt sich der PRO BAHN-Regionalvorsitzende Gerd Aschoff dagegen über den neuen Haltepunkt Otto-Hahn-Straße: „Für viele KWS-Mitarbeiter verbessert sich damit der Zugang zum Schienennetz erheblich."

Mit dem Fahrplanwechsel am Sonntag können die Fahrgäste am Südharz auf ein Jahr Frühverbindung von Walkenried (ab 5.03 Uhr) nach Göttingen zurückblicken. In Herzberg besteht Anschluss an eine Regionalbahn über Osterode und Seesen nach Braunschweig, in Northeim bleiben der ICE-Anschluss nach Hannover und Hamburg sowie an den „Metronom“ nach Hannover. Die Freude über den Frühzug wird immer noch dadurch getrübt, dass der Zug zwar in Nordhausen eingesetzt wird und in Ellrich aus betrieblichen Gründen hält, aber erst in Walkenried die ersten Fahrgäste einsteigen dürfen. Viel Stoff für überregionale Fernsehsendungen wie Extra 3, die diesen Schildbürgerstreich des Landes Thüringen aufgegriffen haben. Außerdem gab es leider wegen Personalmangels mehrfach Zugausfälle.

Abschied nehmen müssen die Fahrgäste vom Flixtrain, der sie preiswert nach Berlin oder nach Stuttgart gebracht hat. Das private Bahnunternehmen streicht seine zwei täglichen Züge in Göttingen aus dem Fahrplan und fährt künftig eine andere Route. Bahnfahrer sind auf die Deutsche Bahn angewiesen, die ihre Einstiegspreise um 2 Euro auf 17,90 Euro senkt.

 

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