Wir bedauern Planungsende für Südharz und Solling

01. 04. 2020

Die Mitteilung der Deutschen Bahn, Ausbauplanungen der Strecke Bodenfelde-Northeim-Nordhausen als Alternative zur „Kasseler Kurve“ nicht weiter zu verfolgen, ist nach Ansicht des Fahrgastverbandes PRO BAHN „bedauerlich, aber nachvollziehbar“. „Die Tür für eine Verbesserung des Personenverkehrs auf der Schiene als „Beifang“ des Güterverkehrs ist damit zugefallen“, bedauert Gerd Aschoff, Vorsitzender des PRO BAHN-Regionalverbandes Südniedersachsen. Eine andere Entscheidung als die nun von DB Netz getroffene wäre nur möglich gewesen, wenn sich Niedersachsens Landespolitik für den Ausbau der Solling- und Südharzbahn stark gemacht hätte. Die sei schließlich für den Personennahverkehr auf der Schiene verantwortlich.

Für die Planungen der „Kasseler Kurve“ im Norden von Kassel komme es nun darauf an, den Fingerzeig auf Südharz und Solling abzuhaken und die weiteren Planungsschritte für eine bestmögliche Infrastruktur umzusetzen, die auch die Anwohnerinteressen einbezieht. Gerd Aschoff: „Die Netzsparte der Deutschen Bahn und das Bundesverkehrsministerium haben diesen Zwischenstand auf der Grundlage des Bundesverkehrswegeplans jetzt so entschieden und sind nun verpflichtet, die weiteren Planungsschritte offenzulegen.“

 

Foto: Suchraum für die Kasseler Kurve im Norden von Kassel